Coaching als angewandte Philosophie: Heraklit, Sokrates & Co.

Was sagt Heraklit, der „Dunkle“?
Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, das Festklammern an Vergangenheiten ist sinnlos vor dem Hintergrund stetiger Veränderung. Sein Panta Rhei, alles fließt, ist ein Weckruf. Es heißt nichts weniger, als die eigene Existenz im Licht des Zeitenflusses zu sehen. Die Zeit als Voraussetzung für Existenz. Gut dialektisch ist das Sein nur denkbar, sofern es das Nichts als Gegenstück hat. Während das Nichts zeitlos ist, wird das Sein durch die (begrenzte) Dauer gekennzeichnet. Sein ist nur in der Zeit möglich (Heidegger baut darauf seine Philosophie). Für das Coaching bedeutet das zweierlei: Dem Vergangenen und Verlorenen nicht hinterherzutrauern. Und die Zeit zu nutzen. Weiterlesen

Die Weisheit der Songs. Kurze Meditation über kurze Lieder

Vielleicht ist es manchmal zu anstrengend, zu philosophieren oder über Philosophie(n) nachzudenken. Vielleicht ist es manchmal zu anstrengend, unergiebig und redundant, das eigene Leben zu reflektieren. Vielleicht hilft auch die Literatur, helfen auch Romane, Zeitungen und Wissenschaft nicht weiter, beim Versuch zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Obwohl man Leser und vielleicht auch Intellektueller ist und gerne und mit Gewinn liest. Gedichte daraufhin abzuklopfen, was sie einem zu sagen haben, ihre Schwingungen wirken zu lassen und empfänglich zu sein für den Ton zwischen Wort und Wort ist schön, aber auch nicht jedermanns Sache. Außerdem wer liest heute noch Gedichte? Tatsächlich jeder! Weiterlesen

Emmanuel Levinas antwortet Heidegger

Der Schriftsteller Hartmut Lange schreibt in seinen autobiografischen Auskünften mit dem schönen Titel „Irrtum als Erkenntnis“ wie ihn eines Tages aus heiterem Himmel das Pascalsche Erschrecken anfiel. Der französische Philosoph Blaise Pascal (1623 bis 1662) hatte nach Jahren mathematischer und naturwissenschaftlicher Studien sein Erschaudern eingestanden beim Gedanken an die Winzigkeit und Vergänglichkeit seiner Person angesichts der Ewigkeit. Weiterlesen

Coaching als angewandte Philosophie: Wann steht das Rad des Ixion still?

Ixion, Tantalos und Sisyphos sind ein infernalisches Dreigestirn. Sie alle lehnten sich gegen die Götter auf und sündigten qua Revolte. Indem sie sich dem Willen der Höchsten nicht unterwarfen, wurden sie lebenslangen Qualen ausgesetzt. Anders als der abtrünnige Luzifer, der aus dem Himmel verbannt immerhin ein eigenes Reich gründen konnte und sich als Gegenspieler des Allmächtigen in Szene setzte, wurden die drei griechischen Könige mit, wenn man so will, Routine Bestraft. Weiterlesen

Coaching als angewandte Philosophie: Gelehrte Unwissenheit

Wir wissen nichts, macht nichts! Sagt sinngemäß der große mittelalterliche Theologe und Philosoph Nikolaus von Kues. Er ortet die Macht sogar ausdrücklich im Nichtwissen. Wir können die Wahrheit gar nicht wissen, egal wie sehr wir uns mühen. Und das ist gut so, könnte man ihn ergänzen. Weiterlesen

Falk Schornstheimer

Über dieses Blog

Das Beste von allem:
Was Coaching, Philosophie, Literatur und Kunst verbindet.
Auf diese Spurensuche begibt sich dieses Blog. Die Absicht ist: Heterogenes auf Zusammenhänge zu befragen, sich zu verirren, um etwas Unverhofftes zu finden, Umwege zu machen, um anzukommen, ins Gegenlicht zu blinzeln, um Konturen besser wahrnehmen zu können.
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